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Stimme & Rhetorik: Ausdrucksstark mit SMA – Teil 1 – Deine Stimme und die SMA

Die Stimme ist ein hochkomplexes System und ein Wunderwerk der Natur. Was ist für dich deine Stimme? Magst du sie, auch wenn sich ihr Klang vielleicht verändert hat? Ist sie dir eine Freundin, ein Freund, ein Werkzeug, ein Instrument?

Ein Junge singt in ein Mikrophon, das seine Stimme aufnimmt.
Ein Junge singt in ein Mikrophon, das seine Stimme aufnimmt.

So funktioniert unsere Stimme

Kurz nach der Geburt beginnt der Startschuss für die Stimmentwicklung. Mit dem ersten Schrei eines Neugeborenen weiten sich die Lungenflügel und die Atemwege werden quasi mit Atemluft „durchflutet“. Wenn wir Laute von uns geben, dann arbeiten verschiedene anatomische Strukturen im Kopf, Hals und Brustkorb koordiniert zusammen. Nicht nur diese feine Abstimmung verschiedener Muskelgruppen ist wichtig, sondern auch ein essenzieller Impuls: das Atmen. Durch unsere Atmung wird die Stimmgebung erst ermöglicht.

Auf der Website des Deutschen Bundesverbands für Logopädie e.V. findest du mehr Informationen zur Physiologie der Stimme: www.dbl-ev.de/logopaedie/normale-entwicklung/physiologie-der-stimme.

Unsere Stimme, beziehungsweise unser Stimmklang, ist aufgrund der anatomischen Individualität und der damit verbundenen Lautformung sowie der Atmung sehr persönlich – fast wie ein Fingerabdruck. Folgende Faktoren beeinflussen unseren Stimmklang und können therapeutisch auch gezielt beeinflusst werden:

·      Atmung

·      Intention/Stimmung

·      Körperhaltung

·      Artikulation

·      Stimmgebung

·      Persönlichkeit

Stimme und Stimmung sind nicht nur im Wortstamm gleich, sondern sie sind auch tatsächlich sehr eng miteinander verbunden. Geht es uns nicht gut, ziehen wir die Schulter ein (Körperhaltung), die Atmung ist flach und unsere Stimme klingt leise, traurig. Wir fragen oft am Telefon: „He, deine Stimme klingt so anders. Was ist denn los? Bist du traurig? Geht es dir nicht gut?“

Wenn es uns gut geht, dann richtet sich unser Körper automatisch auf, die Atmung wird voller – unsere Stimme kann aus dem „Vollen schöpfen“. Kennen wir solche Zusammenhänge, dann können wir dieses Wissen ganz bewusst einsetzen.

Übrigens: Auch Hormone und Medikamente können Einfluss auf die Stimme haben.

Stimme, Sprechen und die Spinalen Muskelatrophien (SMA)

Da die Spinalen Muskelatrophien klinisch eine heterogene Gruppe sind, kann man an der Stelle nicht für alle Betroffenen sprechen. Was aber gilt, ist, dass die Muskulatur selbst intakt ist, aber nerval nicht entsprechend versorgt wird. Dies hat zur Folge, dass sie zunehmend an Masse, Kraft und Beweglichkeit verliert. Daraus ergibt sich ein zentrales Behandlungsprinzip:

Im Vordergrund stehen Kompensationen, ressourcenschonende Bewegungsabläufe, die Optimierung der Sprech- und Stimmfaktoren und der Einsatz von alltagsrelevanten Hilfsmitteln. Immer mit Bedacht auf den Krankheitsverlauf.

Logopädin Cordula Winterholler

Portrait der Logopädin Cordula Winterholler, die die Arme verschränkt und in die Kamera lächelt.
Portrait der Logopädin Cordula Winterholler, die die Arme verschränkt und in die Kamera lächelt.

Logopädin Cordula Winterholler berichtet über den Zusammenhang von SMA und Stimme.

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Fortsetzung folgt...

Hinweis: Erkennbare Markennamen sind willkürlich gewählt und dienen ausdrücklich nicht der Produktplatzierung. Biogen nimmt keinerlei Einfluss auf Umsatzgeschäfte der auf SMAlltalk sporadisch erkennbaren Markenhersteller und es bestehen diesbezüglich keinerlei Erwartungen. 

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