Redaktionsteam - Bastian
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grundsätzlich 29 Jahre alt ;-) •
SMA TYP II

Mit SMMMMMMMA in den Schneidersitz – Oder: Warum gerade für uns Meditation sinnvoll ist

Wir, die wir mit SMA leben, sind es gewohnt, viel mit dem Kopf zu arbeiten. Das müssen wir, denn aufgrund der Erkrankung ist körperlich vieles nicht, oder zumindest nicht so wie gewollt, möglich. Von daher ist unser Gehirn quasi unser größter und besttrainierter „Muskel“. 🧠

Eine Person meditiert oder macht Yoga. Es ist ihre Silhouette zu sehen. Sie sitzt im Schneidersitz und hat die Hände über dem Kopf. Im Hintergrund geht die Sonne über den Bergen auf/unter.
Eine Person meditiert oder macht Yoga. Es ist ihre Silhouette zu sehen. Sie sitzt im Schneidersitz und hat die Hände über dem Kopf. Im Hintergrund geht die Sonne über den Bergen auf/unter.

Ruhephase wichtig 💤

Auch wenn das Gehirn natürlich in Wirklichkeit kein Muskel ist, möchte ich gerne noch kurz bei dieser Analogie bleiben. Denn es gibt eine weitere wichtige Gemeinsamkeit zwischen denjenigen, die mit ihrem Gehirn flexen (müssen), und denen, die ihre echten Muskeln spielen lassen. Alle, die ernsthaft Muskelaufbau betreiben, wissen, dass neben der Trainingsphase die Ruhephase ebenso wichtig ist. Beim Gehirn ist es genauso. Unser Kopf muss sich ebenfalls regelmäßig ausruhen, um nicht überfordert zu werden. Nun mag es im Falle des Muskeltrainings einfach sein, eine Pause zu machen. Es werden eben einfach keine Übungen gemacht. Wie aber kann das Gehirn Pause machen? Denn selbst im Schlaf ist es ja damit beschäftigt, die Eindrücke des Tages zu sortieren.

„Knopf“ zum abschalten 🔘

Regelmäßig und ausreichend zu schlafen ist auf jeden Fall wichtig. Meiner Erfahrung nach aber leider bei weitem nicht ausreichend, um dem Gehirn die nötige Erholung angedeihen zu lassen. Viele Jahre habe ich persönlich versucht, diesen „Knopf“ zum Abschalten des Kopfes zu finden. Vergeblich. Denn nach all der Zeit, in der ich mehr oder weniger ausschließlich Gedankenarbeit machen konnte bzw. musste, sind diese Muster nicht mehr aufzulösen. Im Normalfall ist das gut. Denn so bin ich derjenige in meinem Leben, der immer (fast) alles im Blick und durchdacht hat. Weniger gut ist es jedoch, wenn diese Gedankenprozesse morgens beginnen, sobald die Augen aufgeschlagen werden, und erst mit dem Einschlafen wieder enden.

Meditation 🧘

Wie also Ruhe in den Geist bringen? Inzwischen weiß ich es. Für uns alle gab es nämlich vor etwas mehr als zwei Jahren auf einmal sehr viel Ruhe im Alltag. Das kann natürlich auch negativ sein, wenn die nicht enden wollenden Gedankenströme nun noch nicht mal mehr von den alltäglichen Aktivitäten ausgebremst werden. Daher beschloss ich, diese Zeit zu nutzen und mich einmal ernsthaft mit dem Thema Meditation zu beschäftigen. Ein Freund hatte mir davon schon mehrfach vorgeschwärmt.

Klischeehafte Vorstellung 💭

Eigentlich war ich immer der Meinung gewesen, dass das nichts für mich wäre. Schließlich heißt meditieren ja stillsitzen und an gar nichts denken. So zumindest meine klischeehafte Vorstellung. Stillsitzen kann ich zwar. Aber an gar nichts denken, … unmöglich! Nichtsdestotrotz machte ich mich daran, das Thema zu erkunden. Mithilfe einer App absolvierte ich einen Grundlagenkurs mit geführten Meditationen. Dabei lernte ich sehr schnell, dass das Vorurteil, an gar nichts denken zu dürfen, absoluter Blödsinn ist. Denn Gedanken sind nun mal immer da. Bei der Meditation geht es also um etwas anderes!

Zu lernen, die Gedanken auch einfach mal Gedanken sein zu lassen und sich auf andere Dinge zu fokussieren. Zum Beispiel die Atmung oder den eigenen Körper. Ohne Zwang. Das funktioniert mal besser und mal schlechter. Eine andere Sache, die im Zusammenhang mit Meditation sehr schnell vermittelt wird, ist aber, dass es immer gut ist.

So wie es eben gerade ist, ist es halt. So merkwürdig sich das jetzt vielleicht für Außenstehende anhört, doch diese beiden Gedankenhaltungen sind in unserer heutigen enorm hektischen Welt unglaublich entspannend.

Nur wenige Minuten pro Tag ⏳

Natürlich braucht das alles ein bisschen Übung. Aber schon innerhalb des Grundlagenkurses merkte ich, wie gut mir die tägliche Meditation tatsächlich tat. Nicht nur für meinen Kopf, sondern auch für meinen Alltag. Mit der Zeit wurde ich insgesamt entspannter, konnte meine Gedanken besser ordnen und hatte eben nicht mehr ständig das Bedürfnis, jetzt doch endlich mal meinen Kopf ausschalten zu müssen. Das alles mit nur wenigen Minuten Zeiteinsatz pro Tag. Ich bin also absolut begeistert und kann es wirklich nur allen empfehlen, sich einmal selbst die Chance zu geben, es ernsthaft (also zu Anfang erst mal zuverlässig mehrere Tage hintereinander) auszuprobieren.

Bei der zuvor erwähnten App übernimmt beispielsweise meine Krankenkasse die Gebühren für ein Jahresabo komplett – für alle Versicherten, egal ob mit oder ohne SMA. Auch auf YouTube oder sogar bei Netflix lassen sich geführte Meditationen finden. Da ist viel Schönes dabei.

Probiert es doch einfach mal aus! 😉

Goldene Buddha Statue, die im Schneidersitz sitzt und meditiert und einen Schatten an die Wand wirft.
Goldene Buddha Statue, die im Schneidersitz sitzt und meditiert und einen Schatten an die Wand wirft.

Meditation hilft Bastian dabei, seine Gedanken einfach mal Gedanken sein zu lassen und sich zu entspannen.

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Hinweis: Erkennbare Markennamen sind willkürlich gewählt und dienen ausdrücklich nicht der Produktplatzierung. Biogen nimmt keinerlei Einfluss auf Umsatzgeschäfte der auf SMAlltalk sporadisch erkennbaren Markenhersteller und es bestehen diesbezüglich keinerlei Erwartungen. 

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