Jahrgang: 1990 •
SMA TYP II

So komme ich mit SMA durch den Winter – Schütze dich vor Kälte und Erkältungen mit unseren Tipps!

Der Winter. Wohl für die meisten Menschen die Jahreszeit mit den meisten Herausforderungen. Für mich als SMA-Patient ist es jedoch nicht einfach damit getan, dicke Klamotten anzuziehen und auf Winterreifen zu wechseln.

Teller mit Zitronen, Ingwer und einer Tasse mit Tee vor einem verschneiten Hintergrund.
Teller mit Zitronen, Ingwer und einer Tasse mit Tee vor einem verschneiten Hintergrund.

Durch die mit SMA einhergehende fehlende Muskelkraft und entsprechend auch Körperwärme ist der Winter für mich jedes Jahr eine Zeit, die mich immer vor besondere Herausforderungen stellt.

Über die Jahre habe ich mir aber ein ganzes Portfolio an Maßnahmen erstellt, die mir dabei helfen, durch die kalte Zeit zu kommen. Vielleicht ist da auch was Neues für dich dabei?

1. Kälteschutz um jeden Preis 🥶 🧣 🧤

Sobald ich für etwas mehr als einige Minuten friere, fangen meine Muskeln an, steif zu werden. Dadurch wird meine ohnehin schon kleine Bewegungsreichweite immer weiter eingeschränkt, bis am Ende gar nichts mehr geht.

Um das zu vermeiden, versuche ich die Kälte mit allen möglichen Mitteln zu vermeiden. Für daheim ist lange, aber gleichzeitig dünne Kleidung angesagt, da meine Bewegungsfreiheit auch durch zu dicke Kleidung eingeschränkt wird. Wärmende Decken, Handtücher und auch ein Heizkissen für meine Füße gehören zu meinem Arsenal.

Draußen opfere ich dann noch etwas mehr Bewegungsfreiheit für Wärme ein, denn was mir noch weniger gefällt als Kälte, ist eine Atemwegserkrankung. Ein ganz besonderes Utensil für draußen ist für mich meine Handheizung am Elektrorollstuhl. Mit dieser werden meine Hände direkt an meiner Steuerung durch heiße Luft aufgewärmt. Bis ich dann zum unbeweglichen Eiswürfel im übertragenen Sinne werde, dauert es dann deutlich länger. Als zusätzliches Feature statte ich mich noch mit Einwegwärmern aus. Für meine Füße habe ich dabei besondere Exemplare, die an die Unterseite meiner Socken geklebt werden und meine Füße über einen ganzen Tagesausflug warmhalten können.

2. Wärme in Speis, Trunk und Pflege

Gerade im Winter merke ich, wie gut mir wärmende Gerichte bekommen. Sonst ist mir die Temperatur beim Essen ziemlich egal, aber in der kalten Jahreszeit genieße ich warme Suppen und Aufläufe. Wichtig: auch Schärfe macht mir im Winter weniger aus.

Zu meinen regelmäßigen Getränken gehören dann auch Tees in der vollen Bandbreite ihrer Auswahl. Durch die warme Nahrungsaufnahme steigt kurzzeitig auch meine Körpertemperatur an, was wieder gut gegen die Kälte ist. Auch warme Duschen liebe ich bei der Kälte. Das tut bei vermehrten Verspannungen der Muskeln im Winter einfach nur herrlich gut.

3. Immunabwehr stärken

Gerade in und um den Winter herum kreucht und fleucht es nur vor Krankheitserregern. Da ich nur sehr bedingt Einfluss auf mein Umfeld nehmen kann und auch möchte, versuche ich mich grundsätzlich in meiner Immunabwehr zu stärken. Gerade für mögliche Atemwegserkrankungen nehme ich alles Mögliche an jährlichen Impfungen mit, denn mir ist es lieber, mich ein paar Tage leicht erschöpft zu fühlen, als wochenlang gegen die Symptome einer Grippe zu kämpfen.

Ansonsten gibt es im Speiseplan vermehrt scharfe Gerichte und solche mit antiviralen Komponenten. Des Weiteren gibt es noch präventiv den ein oder anderen Kräutertee. Da ich sowieso eine Vorliebe für leicht bittere Getränke habe, ist es eine Win-Win-Situation für mich.

4. Vorbereitung für den Ernstfall 🤧

Atemwegserkrankungen sind für mich ein echter Overkill. Früher oder später kommt es bei mir trotzdem immer mal wieder zu der einen oder anderen Infektion.

Da ich mich im Krankheitsfall oft schwach und wehleidig fühle, fülle ich meinen Vorrat für rezeptfreie Medikamente und Breinahrung zur leichten Ernährung im Krankheitsfall auf. Auch gibt es für meine Assistenten häufiger eine Auffrischung darüber, wie mit mir bei Erkältungen handgreiflich zu verfahren ist, zum Beispiel die Lagerung zum Abhusten.

Auch kann es vorkommen, dass ich meinen Partner versetzen muss, wenn er krank ist, oder auch Dienste zwischen Assistenten tauschen muss, wenn die Assistenz mitten in einer Grippe steckt, aber trotzdem arbeiten will.

5. Immer den Blick nach vorne halten

Der Winter ist hart, doch auch er geht vorüber. Gerade an besonders dunklen und kalten Tagen denke ich mir, dass der Winter toben kann, wie er will, am Ende wird er doch wieder dem Frühling weichen müssen. Und alleine dieser Gedanke an den nächsten Frühling bringt mir wieder Freude aufs Gesicht.

Jahrgang: 1990 •
SMA TYP II

Hinweis: Erkennbare Markennamen sind willkürlich gewählt und dienen ausdrücklich nicht der Produktplatzierung. Biogen nimmt keinerlei Einfluss auf Umsatzgeschäfte der auf SMAlltalk sporadisch erkennbaren Markenhersteller und es bestehen diesbezüglich keinerlei Erwartungen. 

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