Haustiere

Meine Haustiere

SMA-Patient Bastian hatte schon einige Haustiere – darunter auch ein Chinchilla.

Ein Chinchilla mit grauem Fell sitzt in einem Körbchen. Das Haustier wird gerade von Hand gefüttert.
Ein Chinchilla mit grauem Fell sitzt in einem Körbchen. Das Haustier wird gerade von Hand gefüttert.

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„Im Laufe meiner Kindheit und Jugend hatten wir so ziemlich jedes klassische Haustier. Angefangen von Katzen, über einen Hund bis hin zu Fischen. Sowohl im eigens angelegten Gartenteich als auch im Aquarium in meinem Kinderzimmer. Wir hatten sogar ein paar Exoten. Das erste Haustier, das meine Eltern für mich holten, war ein Chinchilla. Aufgrund des feinen Fells und des Vogelsandes, den das Tier benötigt, um sich wohl zu fühlen, war dies jedoch eine eher ungeeignete Haustierwahl. Denn sowohl das Fell als auch der Sand legten sich bei mir auf die Lunge. Dies war auch der Grund, warum unsere chinesischen Nachtigallen (ja, diese Vögel gibt es wirklich und nicht nur in Geschichten), die ich einige Jahre später geschenkt bekam, im Garten in einer Voliere lebten und nicht in einem Käfig im Haus.

Meine Eltern waren clever und setzten Haustiere teilweise strategisch ein. So bekamen wir eine Woche bevor bei mir eine große, schwere Operation anstand ein neues Katzenbaby. Resultat davon war, dass ich nach meiner Operation das Krankenhaus so schnell wieder verließ, wie bis dato kein anderer. Ich hatte ja auch einen guten Grund dafür. Schließlich wartete zu Hause unser neuester Familienzuwachs, zu dem ich natürlich schnellstmöglich zurück wollte.

Insgesamt waren unsere Haustiere in meiner Kindheit tatsächlich ein sehr schönes Hobby, mit dem ich mich trotz SMA sehr gut beschäftigen konnte – allerdings nur eingeschränkt. Denn auch wenn ich mir sehr viel Wissen um die jeweiligen Tiere aneignete und die Katzen auch sehr toll zum Kuscheln waren (zumindest, wenn sie sich nicht auf mein Gesicht legten), so mussten sich doch immer meine Eltern um die tatsächliche Pflege der Tiere kümmern. Selbst mit dem Hund konnte ich nicht allein raus gehen. Schließlich konnte ich ihn im Falle eines Falles nicht unter Kontrolle halten.

Das ist auch der Grund, warum ich mich gegen eigene Haustiere entschieden habe, seitdem ich selbstständig lebe. Natürlich könnte ich mich ein wenig mit ihnen beschäftigen. Aber letztendlich würde die ganze wirkliche Arbeit mit den Tieren an den Assistenzkräften hängen bleiben. Ich persönlich finde dies unfair. Von daher spare ich mir das Geld für ein eigenes Haustier und gehe dafür lieber hin und wieder in den Zoo.“

Bastian, SMA Typ II

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