Reisen

Unsere Ausflüge mit der Familie – Teil 1

SMA-Patient Ulf (besondere Form des SMA Typ III) hat mit seiner Familie Urlaub in den Niederlanden gemacht. Da die Autofahrt von Berlin aus etwas weiter ist, hat er auf dem Weg einen Zwischenstopp in Hamburg gemacht und eine Miniatureisenbahnanlage besucht. Im Interview berichtet er von seinen Erlebnissen auf diesem Ausflug und seinem thematisch passenden Hobby.

Video-Transkript

„2017 hatten wir uns überlegt, dass langsam mal ein Urlaub fällig wäre. Der letzte lag auch schon weit über 10 Jahre zurück. Nach längerer Recherche nach einer Urlaubsmöglichkeit mit zu der Zeit vierjährigen Kindern (Zwillinge) hatten wir uns für einen Freizeitpark in Holland entschieden und haben dort einen Bungalow gemietet. Die haben dort direkt neben dem Freizeitpark ein Bungalow-System angebunden. Da haben wir uns für eine Woche einquartiert.

Die Fahrt wäre mir ein bisschen zu lang gewesen von Berlin aus direkt. Das waren ein bisschen was über 800 Kilometer und deswegen hatte ich entschieden kurzfristig: Ach, lass uns doch in Hamburg einen Zwischenstopp machen – das ist fast die Hälfte und da könnten wir noch in das Miniaturwunderland.

Also sind wir in die Eisenbahnanlage. Das hat den Kindern auch gut gefallen. Obwohl sie zu der Zeit immer noch zu klein waren – so im Nachhinein. Sohnemann hat es sich schon ein bisschen interessierter angeguckt. Töchterchen wäre – wenn wir sie gelassen hätten – nach zehn Minuten durch gewesen und hätte gefragt: So, können wir dann jetzt wieder los?

Die haben Europa, USA, die Schweiz, Italien und Skandinavien als Strecke aufgebaut. Das geht mittlerweile über drei Etagen. Das ist in der Speicherstadt in Hamburg und ist die größte Modellbahnanlage der Welt. Alle fünfzehn Minuten wechselt dort Tag und Nacht. Es fahren auf der Anlage nicht nur Züge, sondern auch Autos und LKWs. Es „brennt“ auch ab und zu mal auf der Anlage – also dann wird Feuer simuliert auf der Anlage, wo dann die Feuerwehr kommt und dann anfängt, auf einen Bereich sogar mit echtem Wasser zu löschen. Es gibt dort einen großen Flughafen, wo wirklich auch Starts und Landungen stattfinden. Und als ein ganz großes Highlight im Italienbereich: Der Vesuv, der dann auch ausbricht. Ich glaube, das war alle 20 Minuten. Und das ist dann auch ein Highlight. Sie vergrößern auch nach wie vor die Anlage. Da gehen sie dann von einem Speicher zum anderen Speicher mit einer Brücke über den Kanal. Da wollen sie dann den Ärmeltunnel nachbauen.

Begrenzt ist es barrierefrei. Sie haben zumindest einen Fahrstuhl, sodass man an den Großteil – ich sage mal so 75% der Strecke ist barrierefrei erreichbar. Es ist aber gerade im Italienbereich ein bisschen schwierig, weil es dort eng ist.

Sehr interessant – muss man unbedingt mal gesehen haben. Das Hobby habe ich ein bisschen vernachlässigt die letzten Jahre. Ich war auch „Geschäftsführender Gesellschafter“ einer virtuellen Eisenbahn. Wo wir mit dem Train Simulator – da muss/darf/kann man dann selber Eisenbahn fahren, also Lok fahren, Anhänger ankoppeln und all solche Scherze. Dort haben wir einen richtigen Verein gehabt – also virtuell. Wir haben eine Internetseite gehabt, ein Forum, und haben uns da getroffen. Wir waren alle solche Enthusiasten. Die Spieler mussten dann solche Strecken fahren – ich sage jetzt mal so den ICE 512 von Hamburg nach Nürnberg und das in Echtzeit. Das ist man dann gefahren in diesem Spiel und hat danach diese Auswertung, die es da gab, dann eingeschickt an uns und wir haben das ausgewertet. Das habe ich gerne gemacht, ist aber dann irgendwann eingeschlafen. Ich müsste es eigentlich mal wiederbeleben. Gerade jetzt: Die Kinder sind groß genug.“

Ulf, 47 Jahre, besondere Form des SMA Typ III

zu Teil 2

Hinweis:  Erkennbare Markennamen sind willkürlich gewählt und dienen ausdrücklich nicht der Produktplatzierung.  Biogen nimmt keinerlei Einfluss auf Umsatzgeschäfte der auf SMAll talk sporadisch erkennbaren Markenhersteller und es bestehen diesbezüglich keinerlei Erwartungen. 

Video: Biogen-86663, Text: Biogen-86662

Biogen-121616