Kinderbetreuung

So funktioniert unsere Kinderbetreuung

Mittwoch ist jetzt immer Oma-und-Opa-Tag.

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„Unsere kleine Tochter war bis vor kurzem immer zweimal die Woche bei meinen Schwiegereltern, also bei Oma und Opa. Gelegentlich war sie auch bei ihrer Patentante, dort aber nur unregelmäßig. Ab und zu ist sie auch mal über Nacht geblieben. Allerdings hat sich das etwas schwierig gestaltet, weil sie sich im Liegen nicht selbst drehen kann.

Mittlerweile haben wir einen festen Tag in der Woche vereinbart, an dem sie betreut wird. So ist Mittwoch jetzt immer Oma-und-Opa-Tag. Dann holen die Großeltern sie bei uns zuhause ab. Das ist zum Glück möglich, da sie in der gleichen Stadt wohnen wie wir. Vor zwei Jahren sind sie extra hierhergezogen. Ich hätte nicht gedacht, dass sie in ihrem Alter noch einmal die Strapazen eines Umzugs auf sich nehmen. Aber für ihre Enkelin haben sie das sicher gerne gemacht. Und seitdem ist es auch wirklich deutlich einfacher für uns alle. Das ist schon eine enorme Entlastung. Auch spontan haben wir nun immer eine Betreuungsmöglichkeit. Wenn wir mal einen Termin haben und die Großeltern nicht können, springt auch meine Schwägerin ein. Denn auch sie wohnt im gleichen Ort. Diese Unterstützung durch die Familie ist sehr viel wert.

Trotzdem gab es anfangs einige Herausforderungen. Denn Oma und Opa waren natürlich nicht von Anfang an so gut ausgestattet, wie sie es jetzt sind. Inzwischen haben sie aber sogar einen eigenen Therapiestuhl, den sie sich privat gekauft haben. Aber da die Kleine schon ordentlich gewachsen ist, hat auch ihr Rollstuhl nun schon eine gewisse Höhe, sodass sie auch darin durch Omas und Opas Wohnung fahren kann. Selbst die Treppen vor deren Haustüre sind dank unserer mobilen Rampe kein Problem.

Toll ist auch, wie kreativ mein Schwiegervater ist. Er hat zum Beispiel einen speziellen Tisch für meine Tochter gebastelt. Sie hat nämlich eine Hirschfeld-Orthese. Diese Stehorthese wurde mit einem Gipsabdruck vom Sanitätshaus maßfertigt. Es handelt sich dabei um eine Schale für die Beine, die vorne mit einem Klettverschluss geschlossen wird. Und diese Orthese ermöglicht es ihr, für zwei bis vier Stunden zu stehen. Für diesen Zweck hat ihr Großvater einen passenden Stehtisch gebastelt, in den er einen halbmondförmigen Ausschnitt herausgesägt hat.

Neben der Betreuung durch die Familie wäre da noch der Kindergarten. Unsere Tochter hat eine Inklusionskraft. Das ermöglicht es ihr, einen Regelkindergarten für 25 Stunden zu besuchen. Aber dort war sie zuletzt im Januar. Zunächst konnte sie wegen der Grippewelle nicht hin. Die hatte sie erwischt und endete sogar mit einem Krankenhausaufenthalt. Und dann musste sie natürlich wegen der Corona Situation zuhause bleiben. Natürlich sind wir dankbar für unsere Inklusionskraft, aber es bedeutet leider auch, dass viel Bürokratie an uns hängen bleibt. Ohne diese Unterstützung wäre es für den Kindergarten aber gar nicht möglich, die Betreuung zeitlich hinzubekommen. Anfangs hat sie acht Stunden in der Woche gemacht, dann zehn Stunden und mittlerweile wurde ihre Stundenzahl erneut erhöht. Zum Glück ist unsere Tochter aber ein sehr pflegeleichtes Kind. Sie kann sich sehr gut und lange alleine beschäftigen. Dank ihrer Orthese kann sie zeitweise stehen und ist so auch mit den anderen Kindern auf Augenhöhe. Auch ihre Reichweite erhöht diese Stütze, sodass sie bei Spielen mit machen kann, die für sie sonst nicht möglich wären. Insgesamt kann man sagen, dass sie sich echt wohl gefühlt hat im Kindergarten. Sie hat sich immer sehr auf ihre Freunde und Spielsachen gefreut.

Voraussichtlich in diesem Herbst kommt sie dann in eine Körperbehindertenschule. Diese Schule hat wirklich einen sehr guten Ruf. Wir kennen schon ihre Lehrerin und den Rektor. Die Lehrerin kennen wir vom Bärentreff (Vorschule) und den Rektor vom Sommerfest, zu dem wir eingeladen wurden. Wir freuen uns schon alle auf die Schule.“

Vater einer 6-jährigen Patientin mit SMA Typ II

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