Sport und SMA

Meine Erfahrungen mit Sport

In seiner Jugend war Ulf im Kugelstoßen erfolgreich.

Ihr Favorit

wurde erfolgreich abgespeichert!

Meine sportlichen Erfolgserlebnisse

„Die SMA-Form meiner Familie ist in dieser Form einmalig. Es handelt sich wahrscheinlich um eine Art der Kugelberg-Welander-Krankheit, also eine schwächere Form des SMA-Typ III. Somit konnte ich – vor allem im Jugendalter – viel Sport treiben. Als Kind hatte ich mit Sport zunächst nie groß was am Hut. Ganz nach dem Motto: Sport ist Mord. Nach meinem Schulwechsel von der Realschule in eine Schule für Kinder mit körperlichen Einschränkungen habe ich dann aber festgestellt, ich kann ja doch viel mehr als gedacht! Mit 15 Jahren habe ich mit regelmäßigem Sport angefangen. Das war schon vergleichsweise spät – hätte ich früher damit angefangen, hätte ich sicherlich noch erfolgreicher werden können. Und dennoch habe ich gewisse Erfolge gefeiert: Besonders beim Turnen am Barren konnte ich mein Talent unter Beweis stellen. In der DDR gab es die Bezirksmeisterschaften – reguläre, regionale Wettbewerbe der verschiedenen Bezirke der DDR, also nicht speziell für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Da bin ich im Barren Bezirks-Vizemeister geworden – und das lag nicht etwa an einer geringen Teilnehmerzahl, sondern ich war tatsächlich gut.

Beim Schwimmen habe ich auch Platzierungen gemacht, aber hier sind wir nur zu zweit angetreten, von daher zählt das natürlich nicht. ;-) Auch im Keulen-, Kugel- und Speerwurf war ich vorne mit dabei – also alles, was mit Kraft in den Armen zusammenhängt. Im Laufen dagegen war ich nie richtig gut. Würde an der Ziellinie ein warmes Mittagessen auf mich warten, dann wäre das kalt, bis ich angekommen bin.“

Der Rat der Ärzte

„Mein wichtigster Ratgeber war immer mein eigenes Körpergefühl – das gilt vor allem beim Thema Sport und Bewegung. Von Anfang an hieß es im Zusammenhang mit der Diagnose SMA stets: Bloß nicht zu viel Belastung! Aber meine Meinung ist: Du musst auf deinen eigenen Körper hören! Dazu gehört auch, zu merken und sich selbst einzugestehen, wenn mal Schluss ist. Wichtig ist vor allem, nicht von heute auf morgen mit dem Sport aufzuhören. Ansonsten ist man nämlich mit seiner Fitness ganz schnell wieder noch unter der Stufe, auf der man vor dem Sport eigentlich schon war.

Durch den Sport und die Vorbereitungen auf die Bezirksmeisterschaften hat sich meine Kraft deutlich verbessert. Das habe ich gemerkt. Denn in dieser Zeit hatte ich eine gute Armmuskulatur. Später hatte ich dann aber einen schweren Autounfall, der mich natürlich in meiner Fitness zurückgeworfen hat. Das ist zwar mittlerweile auch schon 26 Jahre her, aber wenn es nach den Ärzten gegangen wäre, hätte ich nach diesem Unfall nie wieder laufen können. Doch davon habe ich mich nicht unterkriegen lassen und kann heutzutage trotz aller Prognosen laufen.“

Ulf, 47 Jahre, besondere Form des SMA Typ III

 

Mehr zu seinem aktuellen Fitness-Training lest Ihr im nächsten Bericht…

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